Holz ist nicht gleich Holz – die vier Holzarten

Je nachdem, wie stark entweder das Kernholz oder das Splintholz überwiegt, kommt es zu unterschiedlichen Farben des Holzes, die bei Stammquerschnitten zu sehen sind.

Einteilung der Bäume nach der Art der Holzbildung

Gegenüberstellung vier verschiedener Arten der Holzbildung


Im Wesentlichen lassen sich diese vier typischen Holzarten unterscheiden:

Splintholzbäume

Splintholzbäume sind Bäume mit einer verzögerten Kernholzbildung. Kernholz lässt sich durch Farb- und Feuchteunterschiede feststellen. Bei Splintholzbäumen sind am Stammquerschnitt keine Unterschiede zu erkennen. Das Kernholz ist meist hell gefärbt und wird erst sehr spät ausgebildet.

Splintholz ist für den Einsatz im Aussenbereich nicht geeignet, weil es nicht ausreichend dauerhaft ist.

z.B.: Erle, Birke, Zitterpappel, Spitz- und Bergahorn

Reifholzbäume

Reifholzbäume sind Bäume mit hellem Kernholz (=Reifholz). Die Verkernung erfolgt rasch, das Kernholz unterscheidet sich in der Farbe nicht wesentlich vom Splintholz. Es ist allerdings wasserärmer als das Splintholz.

z. B.: Tanne, Fichte, Feldahorn, Buche, Birnbaum

Kernholzbäume

Kernholzbäume sind Bäume, die einen Farbkern ausbilden. Die Splintzone ist hellgetönt und schmal. In den Zellwänden des Kernholzes werden Kernholzstoffe (Harze, Gummi, Gerb- und Farbstoffe) eingelagert, wodurch es zu einer dunklen Färbung kommt. Das Kernholz ist dichter, härter, schwerer und dauerhafter als der Splint.

Nadelhölzer:  z.B. Lärche, Kiefer, Douglaise, Eibe
Laubhölzer: z.B. Eiche, Nuß, Kirsche, Robinie

Kernreifholzbäume

Bei Kernreifholzbäumen ist als Übergang von einem deutlich sichtbaren Farbkern zum Splint dazwischen noch ein Streifen Reifholz, der sich optisch nicht vom Splintholz unterscheiden lässt.

z. B.: Ulme, Esche, Silberweide

Generell ist die Nutzung und der Einsatzbereich des Holzes stark abhängig von der Holzart. Nur von z.B. Kernreifholzbäume können alle inneren Holzbestandteile (Kernholz und Splintholz) genutzt werden. Bei allen anderen Holzarten wird das Splintholz u. U. vor der Weiterarbeitung entfernt, weil es eine zu geringe natürliche Dauerhaftigkeit aufweist.